Der Heidelberger Weihnachtsmarkt öffnet am 26. November 2008 Romantik, soziales Engagement und viel Kultur

 
Vom 26. November bis 22. Dezember 2008 erstrahlt die Heidelberger Altstadt im winterlichen Weihnachtszauber. Es sind die romantische, im Glücksfall verschneite Kulisse des Heidelberger Schlosses und der große, weltbekannte Heidelberger Weihnachtsmarkt, die zur Adventszeit verzaubern. Täglich von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr ist der Weihnachtsmarkt mit über 140 Ständen auf sechs Plätzen geöffnet. „Man glaubt, Heidelberg sei bei Tag die äußerste Steigerung der Schönheit, aber wenn man Heidelberg ... bei Nacht sieht, braucht man doch einige Zeit, um über dieses Urteil nachzudenken", schrieb schon der sonst eher pragmatische Mississippi-Lotse Mark Twain 1878 auf seinem „Bummel durch Europa“. Ein Bummel durch Heidelberg im Advent kommt der „äußersten Steigerung der Schönheit“ schon sehr nahe, insbesondere in den Abendstunden, in denen Schloss und „Alte Brücke“ malerisch beleuchtet sind.


Das Tor zum Weihnachtsmarkt ist der Bismarckplatz. An diesem Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs sind vor allem kulinarische Stände angesiedelt. Hier nimmt der vorweihnachtliche Bummel entlang der Heidelberger Hauptstraße seinen Ausgang. Nächster Halt ist der kleine aber feine Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt am Anatomiegarten mit Namenstassen, Bernsteinschmuck aus Polen und afrikanischer Holzschnitzkunst. Dann kommt auch schon der Universitätsplatz, mit rund 80 Ständen der größte Platz des Heidelberger Weihnachtsmarktes. Neben Kunsthandwerk, Glühweinbuden und vielfältigen Essensständen dreht sich hier ein nostalgisches Springpferdchenkarussell zu weihnachtlicher Musik. Um den Platz herum gruppieren sich Alte Neue Universität mit ihren geisteswissenschaftlichen Instituten und dem Universitätsmuseum. In Frei- und Abendstunden ist er ein großer studentischer Treffpunkt. Ein absolutes Muss am Universitätsplatz ist eine Tasse original „Heidelberger Glühwein“ am Stand „Zum heiteren Christkind“. Neben der Weihnachtsmarkt-Jahrestasse gibt es hier auch erstmalig eine auf 500 Stück limitierte Weihnachtstasse der Rosenthal-Marke "Hutschenreuther“ zu kaufen, gestaltet vom Heidelberger Künstler Frank Schlottmann.


Magisch und auch im originären Sinne weihnachtlich ist die Atmosphäre am Marktplatz. In der großen Weihnachtspyramide drehen sich bedeutende Gestalten der Heidelberger Geschichte. Mandel- und Zimtsternduft liegt in der Luft. Im „Haus des Weihnachtsmanns“ freut sich der Weihnachtsmann auf Besuch und lässt sich gerne mit seinen Gästen fotografieren. Der gesamte Erlös kommt sozialen Projekten zugute. Neu in diesem Jahr ist ein Stand für gemeinnützige Vereine und Projekte. Kostenlos wird er von der Heidelberg Marketing GmbH zur Verfügung gestellt "um den sozialen Aspekt, besonders in der Weihnachtszeit, zu stärken", führt Vera Cornelius, Geschäftsführerin der Veranstaltergesellschaft Heidelberg Marketing GmbH, aus. Direkt um die Ecke liegt der Kornmarkt mit der Weihnachtskrippe. Dieser Platz ist speziell für Kinder ausgelegt. In kleinen Ställen gibt es einen Streichelzoo mit Eseln und Schafen und die „Wilde 13“-Lok dreht ihre Runden. Stände mit Bio-Imkereiprodukten, Holzpuzzles, Pullovern und vor Ort geflochtenen Körben bieten ihr Angebot feil. Eine leckere Alternative zur Bratwurst sind Suppen und Eintöpfe mit frischem Brot und dazu ein warmer Honigmet.


Der krönende Abschluss des weihnachtlichen Bummels ist der ein paar Meter weiter gelegene Karlsplatz mit Open-Air-Eisbahn vor Schlosskulisse, die sogar bis 4. Januar 2009 Eislaufspaß bietet. Schlittschuhe können hier für ein paar Euro geliehen werden. Gemütlich klingt der Abend bei einem weißen oder roten Glühwein und einem Snack aus. Feierlich eröffnet wird der Heidelberger Weihnachtsmarkt am 26. November um 17.00 Uhr mit Kinderchor und dem Heidelberger Christkind mit seinen Engeln auf dem Marktplatz. Zu Gast ist in diesem Jahr das Ensemble Balandran Noël aus Südfrankreich. Ab 18.00 Uhr lädt Glockengeläut zum kostenlosen festlichen Adventskonzert für Trompete, Chor und Orgel in der Heiliggeistkirche. Kleine und große Kufenkünstler des Mannheimer ERC eröffnen um 19.30 Uhr mit einem bunten Programm die Eisbahn. Das Rahmenprogramm rund um den Markt ist vielseitig. Es reicht von einer Schloss-Führung über „Weihnachtliches Leben bei Hofe“ und einer Weihnachtsmarktführung über Weihnachtskrimis, einen theatralischen Adventskalender bis hin zu Weihnachtsmusicals und Puppenspielen für Kinder. Auch Festivals wie die Heidelberger Theatertage oder die Französische Woche bieten dem Besucher Faszinierendes. Natürlich gibt es wieder viele klassische Konzerte. Das erste Mal dabei ist in diesem Jahr der zwei Meter hohe Weihnachtsmann Eumel mit seiner Straßen-Aktionskunst. Angela Pfenninger, Veranstaltungsleiterin des Groß-Events ist gleichzeitig erschöpft und zufrieden: „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr einen abwechslungsreichen Weihnachtsmarkt für große und kleine Gäste von nah und fern auf die Beine gestellt zu haben. Die romantische Kulisse der Stadt ist natürlich ein unschätzbarer Pluspunkt, um den wir sehr dankbar sind. Nun hoffen wir noch auf Schnee, damit das Panorama perfekt ist und der Glühwein noch besser schmeckt!“.

Bild zum Text:
 
Karlsplatz mit Open−Air−Eisbahn vor Schlosskulisse
 

 

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