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55 Jahre Burgenstraße – eine der ältesten Ferienstraßen in Deutschland begeht Jubiläum

 
Dieses Jahr wird eine der ältesten und bekanntesten Touristikrouten in Deutschland 55 Jahre alt, gleichwohl hat sie trotz ihres vergleichsweise hohen Alters zu keinem Zeitpunkt Staub angesetzt. Angefangen hatte das Unternehmen Burgenstraße zu einem Zeitpunkt als während der Adenauer-Ära der Fremdenverkehr, wie es damals noch hieß, nicht das vordringlichste Thema der Deutschen war. Am 10. März 1954 war es wohl eher Wunschdenken und geniale Weitsicht des damaligen Heilbronner Verkehrsamtsleiters Kurt Weller, die großteils unversehrten steinernen Zeugen im malträtierten Nachkriegsdeutschland den ersten Touristen zwischen Mannheim und Nürnberg zu präsentieren. Das Ergebnis zäher Bemühungen des Heilbronners war die Gewinnung von Mitstreitern in Mannheim, Heidelberg, Rothenburg ob der Tauber, Ansbach und Nürnberg sowie die Unterstützung durch die Fremdenverkehrsverbände an der neuen Ferienstraße.


Eines seiner großen Ziele, die durchgehende Ausschilderung der Route sollte er allerdings erst sage und schreibe 31 Jahre nach der Gründung erreichen: Nachdem er alle Varianten bürokratischer Möglichkeiten zur Blockade des Projektes erlebt hatte, wurde in einem höchstministeriellen Akt am Stadttor von Abenberg, unterhalb der altehrwürdigen Burg, das erste Schild in Bayern eingeweiht. Dies brachte die weitere Ausschilderung zügig auf den Weg und so ist die Burgenstraße heute von Mannheim bis zur tschechischen Grenze mit den offiziellen Schildern gekennzeichnet, ebenso der Radweg zwischen Nürnberg und der tschechischen Grenze und weitere Strecken in Baden-Württemberg.


Was heute im Tourismus vielerorts wegen Geldmangel aus der Not geboren wird, wurde damals als Credo von Fremdenverkehrsfachleuten verstanden, die nämlich im Zusammenschluss gute Chancen für eine gemeinsame Arbeit sahen. Eine bessere Verkehrserschließung oder schlicht eine interessante Streckenempfehlung für das damals eher kleine, mobile Reisevölkchen war damals das Anliegen der Burgenstraßengründer. Produktdifferenzierung und Marktsegmen-tierung würde man heute sagen, wobei in der Auswirkung kaum Unterschiede festzustellen sind. Denn damals wie heute bestand offensichtlich eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und Gemütlichkeit in historischen Mauern. Jedenfalls hatte der zunehmende Individualverkehr dem Erfolg der Burgenstraße keinen Abbruch getan, im Gegenteil. Die Trends im Tourismus gingen auch an der traditionsreichen Ferienstraße nicht vorbei, denn plötzlich fanden sich mehr und mehr Radler entlang der Strecke, die allerdings mit den Flusstälern von Neckar, Jagst, Kocher, Wiesent, Rodach und Rotem Main Radreviere von Feinsten zu bieten hat.


Zu Beginn der 90er Jahre erlebte die Burgenstraße den größten Umbruch in ihrer Geschichte. Durch die Grenzöffnung Richtung Osten zeichneten sich völlig neue touristische Möglichkeiten ab und die Verantwortlichen reagierten schnell. Bereits 1990 wurden in Prag, der Partnerstadt von Nürnberg, erste Gespräche geführt und zum 40-jährigen Jubiläum im Jahr 1994 war die Ausdehnung der Traditionsroute bis nach Prag perfekt: Die Burgenstraße war zu einer internationalen Ferienstraße geworden, der bis dato einzige mit grenzübergreifender West-Ost-Verbindung dazu. Durch die Verlängerung ergab sich auch eine neue touristische Position für Franken, denn nun führte die Burgenstraße von Nürnberg durch die Fränkische Schweiz sowie über Bamberg, Coburg, Kronach, Kulmbach und Bayreuth Richtung Böhmen. Dort erwarteten unter anderem Eger und die Burg Karlstein als neue attraktive Ziele in Tschechien die Burgenstraßengäste. Stillstand war nie die Sache der Burgenstraße und so wird kontinuierlich an der Weiter-entwicklung gearbeitet. Seit Beginn des Jahres 2009 zählt die Burgenstraße gleich neun neue Mitglieder. Zwischen Heidelberg und Heilbronn kamen Schloss Heinsheim, Neckarbischofsheim, Sinsheim und Bad Friedrichshall, im Landkreis Haßberge zwischen Bamberg und Coburg Rentweinsdorf, Ebern, Pfarrweisach und Maroldsweisach hinzu. Mit der Aufnahme von Schloss Sokolov wuchs die Zahl der Burgenstraßenstationen in Tschechien auf fünfzehn. Wer sich also heute auf die Reise entlang der über 1.100 Kilometer langen Route von Mannheim nach Prag macht, kann über 90 Burgen, Schlösser und Burgruinen besichtigen - mehr als je zuvor in der 55-jährigen Geschichte der Burgenstraße.

Weiterführende Links:
» burgenstrasse
Bild zum Text:
 
Heidelberger Schloss
 

 

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