2. VPR-Trendometer 2010 vorgestellt: Licht und Schatten - Durchführungsquote steigt
Der Internationale Verband der Paketer hat unter seinen Ordentlichen Mitgliedern eine Befragung durchgeführt, die mit Stichtag 30. Juni 2010 als aktuelle Momentaufnahme der Branche und der laufenden Saison interessante Einblicke in Entwicklung und neueste Tendenzen bietet. Am 2. VPR-Trendometer 2010 nahmen 72 Prozent aller im VPR organisierten Paketer teil, darunter die führenden zehn Paketreiseveranstalter in Deutschland. Die Befragung erfolgte vertraulich, die Auswertung erfolgte sowohl quantitativ wie qualitativ, die Ergebnisse wurden anonymisiert.
VPR-Vorsitzende Karin Urban betont einen positiven Faktor aus der Studie: „Nachdem ich auf dem RDA-Workshop 2010 in Köln nochmals mit einigen VPR-Mitgliedern gesprochen habe, bestätigt sich ein sehr erfreuliches Ergebnis des VPR-Trendometers: die Durchführungsquote der Gruppenreisen steigt, das halte ich für eine der bemerkenswertesten Erkenntnisse der Umfrage.“ Bei den Zielländern sind Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien besonders stark nachgefragt. Auch VPR-Geschäftsführer Werner Volkert stellt die positiven Aspekte heraus: „Unsere Studie hat gezeigt: Es gibt Licht und Schatten. Nicht bei allen Busunternehmern und Paketern ist die Lage derzeit rosig. Die Ergebnisse sind Momentaufnahmen, die allerdings die aktuelle Situation im Bus- und Gruppentourismus realistisch abbilden. Dem stagnierenden Markt begegnen die Paketer mit vorsichtigem Optimismus, mit marktfähigen Reise-Programmen, attraktiven Reisezielen und mit gemeinsamen Vertriebsanstrengungen von Paketern und Bus- und Gruppenreiseveranstaltern.“
Die Befragungsergebnisse im Einzelnen:
Paketer sind weiterhin verlässliche Arbeitgeber mit einer Ausbildungsquote von 8,5 Prozent. Für 2011 wollen 26 % zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Kundenzahl bleibt nahezu unverändert, allerdings zeigt sich erhöhter Wettbewerb unter den Paketern und Verschiebungen zwischen den einzelnen Anbietern. 56 Prozent der Paketer erstellten mehr, 31 Prozent weniger Angebote. Die Kunden kommen zu fast 80 Prozent aus Deutschland (Vorjahr 73 Prozent) gefolgt von Österreich und der Schweiz. Bei 56 Prozent der Paketer steigt die Zahl der erstellten Angebote an, bei 52 Prozent zeigt sich auch eine höhere Buchungsquote. Auch die Durchführungsquote verbessert sich bei 43 Prozent der Paketer, bei immerhin 39 Prozent ist sie unverändert. Die Buchungszeiträume sind unterschiedlich: Sowohl bei Buchungen mit mehr als 12 Monaten Vorlauf gibt es einen deutlichen Zuwachs, als auch bei Buchungen mit 3-6 Monaten vor der Abreise. Kurzfristbuchungen bleiben mit 7,75 Prozent Anteil eher die Ausnahme. Die Umsatzentwicklung zeigt sich unterschiedlich. Deutlich werden Verschiebungen innerhalb der Branche, die Gewichtung einzelner Angebotsländer führt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Mehrzahl der Teilnehmer an der Umfrage bewertet die derzeitige Gesamtmarkt-Situation neutral. Die Markt- und Brancheneinschätzung fällt unterschiedlich aus. Rund 35 Prozent aller Befragten schätzen die Entwicklung der Branche rückläufig ein, 26 Prozent können positive Tendenzen erkennen. Subjektive Empfindung der Auftragslage. Auch hier macht sich wieder die Verschiebung untereinander bemerkbar, 56 Prozent gehen von einer durchwachsenen bis schwierigen Saison aus, 43 Prozent zeigen sich zufrieden.
Länder-Nachfrage und Reisearten
Osteuropa: Rumänien und zum Teil Bulgarien sind die Länder mit Zuwächsen. Baltikum, Russland, Kroatien zeigen sich unverändert, Tschechien und Ungarn leicht rückläufig, Polen stark rückläufig. Zentraleuropa: Österreich, Benelux und Frankreich weiterhin positiv, Schweiz unverändert, Italien rückläufig. Deutschland: Weiterhin mit steigender Tendenz. Mittelmeer-Region: Die Gewinner heißen Marokko, Tunesien und die Türkei, eindeutiger Verlierer ist Griechenland. Nord- und Nordwest-Europa: Norwegen mit starken Zuwachsraten im skandinavischen Bereich, zu Lasten von Schweden, Finnland und Dänemark. Großbritannien bleibt stark nachgefragt. Flugreisen: Insgesamt weiterhin zunehmend, besonders im Bereich der europäischen Ziele. Städtereisen bleiben im Aufwind. Rundreisen, Flusskreuzfahrten laufen stabil. Rückläufig sind Kur- und Wellness-, Schülerreisen und Seekreuzfahrten.
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Die Befragungsergebnisse im Einzelnen:
Paketer sind weiterhin verlässliche Arbeitgeber mit einer Ausbildungsquote von 8,5 Prozent. Für 2011 wollen 26 % zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Kundenzahl bleibt nahezu unverändert, allerdings zeigt sich erhöhter Wettbewerb unter den Paketern und Verschiebungen zwischen den einzelnen Anbietern. 56 Prozent der Paketer erstellten mehr, 31 Prozent weniger Angebote. Die Kunden kommen zu fast 80 Prozent aus Deutschland (Vorjahr 73 Prozent) gefolgt von Österreich und der Schweiz. Bei 56 Prozent der Paketer steigt die Zahl der erstellten Angebote an, bei 52 Prozent zeigt sich auch eine höhere Buchungsquote. Auch die Durchführungsquote verbessert sich bei 43 Prozent der Paketer, bei immerhin 39 Prozent ist sie unverändert. Die Buchungszeiträume sind unterschiedlich: Sowohl bei Buchungen mit mehr als 12 Monaten Vorlauf gibt es einen deutlichen Zuwachs, als auch bei Buchungen mit 3-6 Monaten vor der Abreise. Kurzfristbuchungen bleiben mit 7,75 Prozent Anteil eher die Ausnahme. Die Umsatzentwicklung zeigt sich unterschiedlich. Deutlich werden Verschiebungen innerhalb der Branche, die Gewichtung einzelner Angebotsländer führt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Mehrzahl der Teilnehmer an der Umfrage bewertet die derzeitige Gesamtmarkt-Situation neutral. Die Markt- und Brancheneinschätzung fällt unterschiedlich aus. Rund 35 Prozent aller Befragten schätzen die Entwicklung der Branche rückläufig ein, 26 Prozent können positive Tendenzen erkennen. Subjektive Empfindung der Auftragslage. Auch hier macht sich wieder die Verschiebung untereinander bemerkbar, 56 Prozent gehen von einer durchwachsenen bis schwierigen Saison aus, 43 Prozent zeigen sich zufrieden.
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Osteuropa: Rumänien und zum Teil Bulgarien sind die Länder mit Zuwächsen. Baltikum, Russland, Kroatien zeigen sich unverändert, Tschechien und Ungarn leicht rückläufig, Polen stark rückläufig. Zentraleuropa: Österreich, Benelux und Frankreich weiterhin positiv, Schweiz unverändert, Italien rückläufig. Deutschland: Weiterhin mit steigender Tendenz. Mittelmeer-Region: Die Gewinner heißen Marokko, Tunesien und die Türkei, eindeutiger Verlierer ist Griechenland. Nord- und Nordwest-Europa: Norwegen mit starken Zuwachsraten im skandinavischen Bereich, zu Lasten von Schweden, Finnland und Dänemark. Großbritannien bleibt stark nachgefragt. Flugreisen: Insgesamt weiterhin zunehmend, besonders im Bereich der europäischen Ziele. Städtereisen bleiben im Aufwind. Rundreisen, Flusskreuzfahrten laufen stabil. Rückläufig sind Kur- und Wellness-, Schülerreisen und Seekreuzfahrten.
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30. Juli 2010 | 16:53 Uhr
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