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Fehlende Endpreisangabe bei Flugpreiswerbung: Wettbewerbszentrale geht gegen Fluggesellschaften vor

 
Die Wettbewerbszentrale ist gegen mehrere Fluggesellschaften vorgegangen, die ohne Endpreisangabe für die von dort angebotenen Flugreisen werben. Bereits im Januar 2007 hatte die Wettbewerbszentrale die in Deutschland tätigen Fluggesellschaften über deren Branchenorganisation Barig e. V. (Board of Airline Representatives in Germany) auf neuere Rechtsentwicklungen in diesem Bereich aufmerksam gemacht. So fordern sowohl der Vorschlag für eine EU-Verordnung zum Luftverkehr als auch die neueste deutsche Rechtsprechung (LG Köln, Urteil vom 14.11.2006, AZ: 33 O 277/06, nicht rechtskräftig) eine klare Endpreiskommunikation, die sämtliche obligatorischen Preisbestandteile wie Steuern und Gebühren, aber auch eine von den Airlines im Direktvertrieb erhobene „Ticket Service Charge“ umfassen muss. Die Wettbewerbszentrale hatte zunächst eine Umstellungsfrist bis 15.02.2007 eingeräumt und angekündigt, nach diesem Datum formell gegen fehlende Endpreisangaben vorzugehen.

Dies ist nunmehr gegenüber den Fluggesellschaften Hapag Lloyd Express (TUIfly), Aer Lingus, Air France sowie KLM geschehen.
„Nur eine exakte Endpreiswerbung schafft wirklich Preistransparenz und damit gleiche Chancen im Wettbewerb“, so Hans-Frieder Schönheit, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Tourismus-Experte der Wettbewerbszentrale. „Wie immer, haben die verbraucherpolitischen Vorgaben aus Europa direkten Einfluss auf den Wettbewerb. Fairer Wettbewerb existiert aber nur dann, wenn sich alle Anbieter an die Vorschriften halten und nicht nur einige. Hierfür setzt sich die Wettbewerbszentrale als Institution der Wirtschaft konsequent ein“. Sollten die verwarnten Fluggesellschaften die Endpreiswerbung nicht im von der Wettbewerbszentrale geforderten Sinne umstellen, drohen Klageverfahren bei den Wettbewerbsgerichten.