Machen Sie es wie Angela Merkel mit Selbstverständlichkeit

 
Das Titelthema der Wochenzeitung DIE ZEIT in der zweiten Novemberwoche 06 beschäftigt sich mit der Frage, wie Frauen Macht ausüben. Dabei geht es natürlich auch um Angela Merkel. In einem Interview mit einer Biographin von Frau Merkel beschreibt diese, dass Frau Merkel sich nicht um das Novum ihres Frau-Seins als Kanzlerin kümmere (ganz im Gegensatz zu den Medien) sondern mit großer Selbstverständlichkeit die Macht annimmt und nutzt. Daher kümmere sie sich auch nicht mit höherer Aufmerksamkeit um die sogenannten Frauenthemen, sondern sie kümmere sich um das ganze Land. Ich glaube, diese Haltung von Selbstverständlichkeit ist das Geheimnis von Frau Merkels Erfolg.

Ein anderes Beispiel:
Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen ein Interview mit der evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann gesehen. Sie ist Mutter von vier Kindern, ihr Mann ist ebenfalls Theologe und in ihrer Ehe hat sie die Karriere gemacht, und er hat sich auf die Kinder konzentriert (so beschrieb sie es jedenfalls). Mir gefiel, wie sie diesen Umstand beschrieb, nämlich mit großer Selbstverständlichkeit ohne dies als exotisch oder besonders herauszustellen. Die Journalistin fragte sie nach ihrem Start in der Führungsposition als Landesbischöfin in der sehr männerdominierten Institution der Kirche. In meinen Worten zusammengefasst beschrieb sie, dass ihre männlichen Kollegen oder auch Konkurrenten in der Kirche zunächst etwas blöd geguckt haben, sie hat sich aber nicht daran gestört (für sie war es wohl selbstverständlich) und schon bald war es kein Thema mehr, dass sie als Frau in dieser Position einen guten Job macht. Und ein drittes Beispiel, das Sie vielleicht aus ihrer eignen Erfahrung kennen. Zu meiner Schulzeit war ich eine absolute Niete in Mathe. Ich war mit großer Selbstverständlichkeit davon überzeugt, dass ich schlicht und einfach zu doof für Mathe bin. Und so war es dann auch bis zum Abitur. So´n Quatsch! Später habe ich kapiert, dass selbstverständlich jeder alles lernen kann, man muss sich nur damit intensiv beschäftigen … wollen Nein, ich kann Ihnen die Relativitätstheorie immer noch nicht erklären - ;o)

Fazit:
Wie immer im Leben fängt alles mit der eigenen Einstellung an. Wenn Sie einen Schritt in Ihrer Entwicklung gehen möchten aber davon ausgehen, dass Sie diesen Schritt nicht gehen können, weil Ihnen entweder das Vermögen dazu fehlt, oder weil Sie denken, dass Ihre Umwelt dies nicht akzeptiert, dann wird es nicht gelingen. Ist so! Wenn Sie aber mit großer Selbstverständlichkeit akzeptieren, dass Sie diesen Schritt gehen und davon ausgehen, dass Ihre Umwelt Sie unterstützt, dann wird es auch genau so sein. Auf diese Weise halten Sie Ihre inneren und die äußeren Kritiker mit Charme und einer Portion Ignoranz in Schach und marschieren los. Bevor Sie also den nächsten Schritt gehen werden, polieren Sie Ihre Einstellung und sagen sich, dass es ganz selbstverständlich ist, dass Sie (die Gehaltserhöhung, das spannende Projekt, den Job als Abteilungsleiter/in, mehr Zeit von Ihrem Partner, usw.) das bekommen, wovon Sie überzeugt sind, dass es Ihnen zusteht. Ihre Wibke Rissling-Erdbrügge

Weiterführende Links:
» www.wre-trainings.de
 

 

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