Unternehmen sind wie Kinder

 
Vor einiger Zeit habe ich einen interessanten Denkanstoss zum Thema Unternehmensentwicklung bekommen. Es ging um die Frage, wie man sich als Geschäftsführer oder Inhaber um sein Unternehmen kümmern sollte.

Die spannende Idee in der Diskussion war der Vergleich eines Unternehmens mit einem Kind:
Im ersten Jahr ist das Unternehmen im wörtlichen Sinne noch ein Baby. Es braucht extrem viel Zuwendung, es braucht hohe Investitionen an Ihren Ressourcen, und im ersten Jahr wissen Sie als Unternehmensmutter oder –vater noch nicht, ob Ihr Babyunternehmen überlebt. (Huch, ich entschuldige mich für den leicht makaberen Ton an dieser Stelle) Das heißt, wenn Sie in der Gründungsphase eines Unternehmens sind, nehmen Sie sich im ersten Jahr nicht viel anderes vor, als Ihr Baby auf die Beine zu bringen. Schon einfacher ist es im zweiten Jahr, da geht Ihr Unternehmen die ersten Schritte selbständig. Das bedeutet, die Infrastruktur entwickelt sich, einige Kunden kaufen schon zum zweiten Mal, das Selbstbewusstsein der Unternehmenseltern steigt. Im dritten bis sechsten Jahr erobert Ihr Unternehmen mit immer sichereren Schritten den Markt, schließt Kooperationen, wird bekannter und steht immer fester. So wie ein Kindergartenkind erste Freundschaften schließt, in Ihrer Strasse bekannt wird und schon recht genau weiß, was es will und braucht.

Anstatt Ihnen nun alle weiteren Lebensjahre zu erläutern, vertraue ich auf Ihre Vorstellungskraft und möchte Ihnen, wenn Sie einen Blick auf Ihr Unternehmen werfen, ein paar Forschungsfragen mit auf den Weg geben:
- Wie viel Betreuung oder wie viel Unabhängigkeit braucht mein Unternehmen in diesem Alter? (Muss wirklich noch alles über meinen Tisch laufen?) - Wer kann einen positiven Einfluss auf mein Unternehmen in den verschiedenen Lebensphasen ausüben? - Wie definiere ich sinnvoll meine Rolle als Unternehmenselternteil in den unterschiedlichen Lebensphasen? - Was mache ich nach dem 18 Geburtstag? Auch wenn es Ihnen merkwürdig erscheint, ich kenne einen Geschäftsführer eines Reiseveranstalters, der sich im 18 Lebensjahr seines Unternehmens entschlossen hat, eine akademische Laufbahn mit einer Promotion an der Universität zu verfolgen und nur noch im Hintergrund als Geschäftsführer zu agieren. Ich habe den Eindruck, dieses Loslassen-können hat dem Unternehmen gut getan.

Weiterführende Links:
» www.wre-trainings.de
 

 

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